Das 3-Säulen-Modell
Drei Säulen des Lesens bilden das lesedidaktische Konzept der Zeitschriften des JUNGÖSTERREICH Bildungsmedienverlags: Lesen trainieren, Lesen fördern und einen Zugang zu Sprache und Literatur vermitteln. Eine Differenzierung bei den Lese- und Hörtexten sowie bei den dazu vorgeschlagenen Aufgaben soll es allen Kindern und Jugendlichen ermöglichen, Lesen für sich zu entdecken. Einfache Diagnosetools unterstützen die Schüler*innen, ihre Lesefähigkeiten einzuschätzen und zu überprüfen.
Das Leseförderkonzept entspricht den Grundsätzen der neuen Lehrpläne. Schwerpunkte sind Sprachliche Bildung und Vernetztes Lernen, die in den Magazinen und den Onlinematerialien aufgegriffen werden.

Lesetraining
Wenn die Leichtigkeit im Umgang mit Buchstaben, Wörtern, Sätzen und beim Verstehen von ganzen Texten fehlt, kann Lesen nicht Spaß machen. Die Erfahrung und die Testergebnisse zeigen, dass dies auch noch bei einer erheblichen Anzahl von Kindern und Jugendlichen nach der Volksschule der Fall ist. Um dem entgegenzuwirken, sind künftig Übungen zur phonologischen Bewusstheit (im Primarbereich), zum Aufbau der Lesefertigkeit, der Lesegeläufigkeit, dem Textverstehen und der Anwendung von Lesestrategien in allen Ausgaben der Zeitschriftenreihe bzw. im Lehrerservice enthalten.
Leseförderung
Lesen ist ein Verhalten, das Heranwachsende nach und nach aufbauen. Kinder und Jugendliche müssen hierfür erst gewonnen werden. Das gelingt nur, wenn die grundlegenden Lesefähigkeiten vorhanden sind und darüber hinaus Interesse und Freude am Gelesenen entwickelt werden. Leselust bedeutet auch, Erfahrungen mit Texten zu machen, die Geschichten erzählen, die zum Weiterlesen verführen und die durch eigene Erfahrungen ergänzt werden können. Um die Lesemotivation zu entfachen, bieten die Zeitschriften in Hinblick auf die Leseförderung anregende und aktuelle Themen, ein vielfältiges Angebot an Textsorten (Rezepte, Fahrpläne o. Ä.) und „leichte“ Lektüren (Comics, Witze, einfache Sachtexte, Texte über Filme und Serien, Krimigeschichten), die mit dem Lesen vertraut machen.
Literarische Bildung
Die Kinder und Jugendlichen werden in den Zeitschriften auch solchen Texten begegnen, die sprachlich anders geformt sind beziehungsweise anderen Regeln folgen als unsere Alltagssprache. Dies kann mit ganz einfachen Texten geschehen, aber auch mit anspruchsvolleren. Immer geht es darum, das Interessante und Schöne in Gedichten oder Gedichtreihen, Reimen, Liedern und Geschichten zu erfahren, selbst dann, wenn nicht alles auf Anhieb verständlich ist. Die Kinder- und Jugendliteratur hält hierfür ein großes und attraktives Angebot bereit, welches künftig in der Zeitschriftenreihe verstärkt berücksichtig wird. Hierzu gibt es Aufgabenstellungen, die einen spielerisch-entdeckenden Zugang ermöglichen.
Differenzieren
Die Interessen und auch die Fähigkeiten zu lesen und zu verstehen, liegen bei Kindern und Jugendlichen meist weit auseinander, auch innerhalb einer Jahrgangsklasse. Gut und gern zu lesen, soll allen ermöglicht werden. Die Schülerzeitschriften mit ihrer großen Vielfalt an Textsorten und Themen bieten ein differenziertes Angebot, welches den Lesenden auf ihrem jeweiligen Entwicklungsstand entgegenkommt, sie aber auch herausfordert. Darüber hinaus helfen klar gekennzeichnete Lese- und Hörtexte in einfacher Sprache und Aufgaben und Anregungen, die auf bestehende Fähigkeiten, Fertigkeiten und die verschiedenen Vorerfahrungen Rücksicht nehmen, unterschiedliche Lernniveaus anzusprechen.
JUNGÖSTERREICH bietet ergänzend zu den Schülerzeitschriften zwei digitale Tools zur Unterstützung des differenzierten Leseunterrichts: LERCHE Lesediagnose für die 4. und 5. Schulstufe ermöglicht Lehrpersonen festzustellen, wo die einzelnen Schüler*innen hinsichtlich ihrer Textverstehenskompetenz stehen, und empfiehlt evidenzbasierte, individuelle Trainingsmaßnahmen.
Mit der KI-Assistenz JöKi können Pädagog*innen auf LEHRERSERVICE für ihre Schüler*innen schnell und einfach passgenaue differenzierte Unterrichtsmaterialien zu unseren Zeitschriften erstellen. JöKi kann Magazinbeiträge vereinfachen und für die Primarstufe in Silbendruck ausgeben. Das KI-Tool generiert dazu passende Multiple-Choice-Aufgaben, offene Fragen und Lückentexte. Dabei können Lehrpersonen zwischen drei Anforderungsniveaus wählen, welche auf die zentralen Kompetenzbereiche der Leseförderung abzielen: von der Reproduktion einfacher Inhalte bis zur Reflexion über komplexe Textaussagen. So wird individuelle Leseförderung alltagstauglich.
Diagnose
Regelmäßig werden in den Zeitschriften Selbstüberprüfungs- und Leistungsdiagnosetools angeboten. Mit Hilfe von diesen können die Schüler*innen ihre Lesefähigkeiten selbst einschätzen und überprüfen.
Mit Hilfe von „LERCHE – Die Lesediagnose“, dem digitalen Leseverstehenstest, haben Sie die Möglichkeit, die Lesekompetenz Ihrer Schüler*innen in der 4. und 5. Schulstufe zuverlässig und objektiv zu beurteilen und sie entsprechend Ihrer Leseleistung individuell und kompetenzorientiert zu fördern.