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Leseförderkonzept im Jugendmagazin

Drei Säulen des Lesens bilden das lesedidaktische Konzept von JÖ: Lesen trainieren, Lesen fördern und einen Zugang zu Sprache und Literatur vermitteln. Eine Differenzierung bei den Lesetexten sowie bei den dazu vorgeschlagenen Übungen soll es allen Kindern und Jugendlichen ermöglichen, Lesen für sich zu entdecken.

Lesetraining

Lesefertigkeit

Textverständnis setzt flüssiges und genaues Lesen voraus. Dies wird geübt durch ein Training 

  1. der Augenbewegungen, 
  2. des schnellen Erkennens von Buchstaben und Buchstabengruppen, 
  3. des schnellen Erfassens und Verstehens von Wörtern und Sätzen und 
  4. des Deutens von kurzen Texten. 

In jedem JÖ gibt es zwei Übungen zum Training der Lesefertigkeit. 

Lesegeläufigkeit

Das Verstehen eines Textes wird häufig dadurch erschwert, dass das Lesen selbst zu viel Mühe macht. Es wird zu langsam und zu ungenau gelesen. Genau, flüssig, deutlich und betont zu lesen, kann in „Lautlesetandems“ gut geübt werden.

  • Ein Schülerpaar (möglichst unterschiedlich gute Leser/innen) liest einen Text halblaut. 
  • Wenn ein Fehler gemacht wird, wird am Satzanfang wieder begonnen. 
  • Der Text wird viermal gelesen. 
  • Das Training findet dreimal pro Woche über mindestens acht Wochen statt. 
  • Das sind dreimal maximal 20 Minuten für die Fähigkeit, mühelos lesen zu können. 

In jeder JÖ-Ausgabe gibt es Textabschnitte, die sich für Lautlesetandems eignen. Diese werden mit einem Tandem-Icon und orangen Sternen neben dem Text gekennzeichnet. Die Textvorschläge finden Sie auch auf einem eigenen Arbeitsblatt.

Als Lautlesetraining verwendet werden kann auch der Text, der zusätzlich zum Hören angeboten wird. Die Schülerinnen und Schüler lesen dabei den Text halblaut mit.  
Dreimal jährlich gibt es in JÖ einen Text mit Rückmeldetool. Weiters wird ebenfalls dreimal jährlich ein Testtext mit einer Anleitung zur Selbstbewertung für die Schülerinnen und Schüler angeboten.  

Textverstehen

Lesefertigkeit und Leseflüssigkeit sind Voraussetzungen für den eigentlichen Zweck des Lesens, nämlich im gedruckten Text Sinn und Aussage zu erkennen. Diese Fähigkeit kann durch spezielle Übungen erworben werden.


Diese werden in jeder JÖ-Ausgabe in unterschiedlichen Aufgabenformaten angeboten, um eine möglichst große Bandbreite an Lesezielen abzudecken: 
 

  1. detailliertes Lesen: Erkennen und Verstehen relevanter Details, zB Wie kam es zum Einsatz von Robotern?
  2. globales Lesen: Erfassen der Kernaussage, zB Was ist das Thema des Zeitungsartikels?
  3. selektives Lesen: Erfassen von bestimmten expliziten Informationen, zB Mit welchen Adjektiven wird die Person beschrieben?
  4. interpretierendes Lesen: Erfassen von impliziten Informationen, zB Welches der drei Smartphones wird als das beste beschrieben?

Lesestrategien

Lesestrategien sind Methoden, die helfen unterschiedliche Texte zu verstehen und verschiedene Leseaufgaben zu bewältigen. Diese Strategien müssen erlernt und auch eingeübt werden. Sechs hilfreiche Strategien sind hier aufgelistet:
 

Vor dem Lesen 

  1. Text sichten: Was erkennst du auf den ersten Blick? zB Vermutungen zum Inhalt äußern 
  2. Text einschätzen: Was weißt du nach dem Überfliegen des Textes? zB Textart bestimmen 


Während des Lesens 

  1. Verstehensschwierigkeiten meistern: Was machst du, um alles zu verstehen? zB unbekannte Wörter nachschlagen 
  2. Text erarbeiten: Was ist besonders wichtig? zB wichtige Stellen markieren 


Nach dem Lesen 

  1. Text zusammenfassen: Wie kannst du den Inhalt zusammenfassen? zB mit einer Grafik/Tabelle 
  2. Text beurteilen: Wie war der Text? zB eine Leseempfehlung abgeben 


JÖ bietet in jeder Ausgabe zumindest zwei Aufgaben, die Lesestrategien zum Thema machen. Diese Aufgaben sind mit der Ente Quak gekennzeichnet. 

Leseförderung

JÖ widmet sich mit spannenden und altersgerechten Beiträgen, zahlreichen Buch- und Medienempfehlungen und einer Themenstrecke je Ausgabe der Leseförderung.

 

 

Literarische Bildung

Moderne, klassische und spielerische Lyrik, Kurzgeschichten und spannende Buchauszüge stellen einen Kontakt mit Sprache her, die anderen Regeln folgt als die Alltagssprache.

Differenzieren

Leichtlesetexte

Texte in einfacher Sprache richten sich an Kinder und Jugendliche mit geringer Leseerfahrung. Wenn etwas mühelos gelesen werden kann, ermöglicht das erst ein Interesse am Inhalt und steigert so die Motivation, mehr zu lesen und somit leseerfahrener zu werden. Solche Texte  

  • enthalten wenig unbekannte Wörter (oder erklären diese), 
  • halten die Sätze einfach, 
  • verwenden höchstens zwei Satzzeichen pro Satz, 
  • machen nur eine Aussage pro Satz,  
  • sind verborientiert, 
  • vermeiden substantivierte Verben und Adjektive, 
  • sind logisch strukturiert, 
  • sprechen die Leser/innen direkt an, 
  • beschränken sich auf einen Begriff für eine Sache (keine Synonyme und Metaphern), 
  • setzen Zwischenüberschriften, Bilder und Tabellen ein, um die Information zugänglicher zu machen,
  • arbeiten mit gut lesbaren Schrifttypen und verwenden keinen Blocksatz.  

In jedem JÖ gibt es mehrere Leichtlesetexte. Sie werden mit der Ente Quak mit dem Hinweis „Leicht zu lesen“ gekennzeichnet.

Hörverstehen

In Verbindung zu den Beiträgen in JÖ gibt es online dazu Angebote zum Hörverstehen.  

Hörkompetenz wird durch Aufgaben erworben, die die Aufmerksamkeit fokussieren. „Höre!“ reicht nicht als Arbeitsauftrag zum Kompetenzaufbau. Worauf gehört werden soll, wird durch das im Hörauftrag angestrebte Hörziel gelenkt. Dadurch kann auch die Schwierigkeit der Aufgabe variiert werden. Durch eine „einfache“ Aufgabe kann ein anspruchsvoller Hörtext auch für ungeübte Hörer/innen zugänglich werden. Umgekehrt kann ein „einfacher“ Hörtext ohne konkreten Hörauftrag schwierig zu erfassen sein. 

Die Hörziele im Überblick: 

1.  detailliert: Erkennen und Verstehen relevanter Details, zB Wie ist es zu diesem Unfall gekommen? 
2.  global: Erfassen der Kernaussage, zB Worum geht es im Text? 
3.  selektiv: Heraushören von bestimmten expliziten Informationen, zB Wann beginnt die Kinovorstellung? 
4.  inferierend: Erfassen von impliziten Informationen, zB Was will die Sprecherin erreichen?

 
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