LUX

Leseförderkonzept im Magazin

Drei Säulen des Lesens bilden das lesedidaktische Konzept von LUX: Lesen trainieren, Lesen fördern und einen Zugang zu Sprache und Literatur vermitteln. Eine Differenzierung bei den Lese- und Sachtexten sowie bei den dazu vorgeschlagenen Übungen soll es allen Kindern ermöglichen, Lesen für sich zu entdecken. 

Lesetraining

Lesefertigkeit

Die komplexe Tätigkeit des Lesens erfordert unterschiedliche Basisfähigkeiten, die von den Schülerinnen und Schülern der 3. und 4. Klasse immer wieder geübt werden müssen. Dies gelingt durch ein Training

  1. der phonologischen Bewusstheit, 
  2. der Augenbewegungen, 
  3. des schnellen Erkennens von Buchstaben und Buchstabengruppen (Silben), 
  4. des schnellen Erfassens und Verstehens von Wörtern und Sätzen und 
  5. des Verstehens von kurzen sowie länger und komplexer werdenden Texten. 

​​​Jeweils eine Doppelseite in LUX widmet sich dem Training der Lesefertigkeit (Rubrik Sprachspiele).  

Lesegeläufigkeit

Das Verstehen eines Textes wird häufig dadurch erschwert, dass das Lesen selbst zu viel Mühe macht. Lange und schwierige Wörter können „Stolpersteine“ sein. Deshalb werden auf verschiedenen Seiten in einem Wortkasten Wörter angeboten. Das Lesen dieser Wörter ist eine wichtige Vorübung, die zur Textentlastung beiträgt.  
 

Weiters erleichtert der teilweise Einsatz des Silbendrucks in Schwarz-Grün das schnellere Erfassen.  Genau, flüssig, deutlich und betont zu lesen, kann auch in „Lautlesetandems“ geübt werden:

  • Ein Schüler/innenpaar (möglichst unterschiedlich gute Leser/innen) bilden gemeinsam ein Lautlesetandem 
  • Dabei ist immer jeweils im Wechsel ein Schüler der „Trainer“, der das Lesen des „Sportlers“ begleitet und bei Bedarf korrigiert. 
  • Ein Lesetandem macht gemeinsam eine Vorübung (Lesetraining). 
  • Es wird gemeinsam vereinbart, worauf beim Vorlesen geachtet wird (richtig, deutlich, flüssig, ausdrucksvoll lesen). 
  • Wenn ein Fehler gemacht wird, wird am Satzanfang wieder begonnen. 
  • Der Text wird viermal gelesen. 
  • Das Training findet dreimal pro Woche über mindestens acht Wochen statt. 
  • Das sind dreimal maximal 20 Minuten für die Fähigkeit, mühelos zu lesen. 
     

In jeder LUX-Ausgabe finden sich Textabschnitte, die sich für Lautlesetandems eignen. Textvorschläge dazu finden Sie auf einem eigenen Arbeitsblatt.

Textverstehen

Um der Heterogenität in der 3. und 4. Klasse in Bezug auf die Leseleistung gerecht zu werden, gibt es auf zahlreichen Seiten differenzierte Leseangebote für unterschiedliche Niveaustufen. Textverständnisfragen und/oder handlungsorientierte Übungen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden unterstützen das sinnerfassende Lesen. Diese Übungen werden in unterschiedlichen Aufgabenformaten angeboten, um eine möglichst große Bandbreite an Lesezielen abzudecken: 
 

  1. genaues Lesen: sicheres, fehlerfreies Lesen, zB Achte auf alle Wortendungen!
  2. detailliertes Lesen: Erkennen und Verstehen relevanter Details, zB Wo lebt der Fuchs?
  3. globales Lesen: Erfassen der Kernaussage, zB Was ist das Thema der Sage?
  4. selektives Lesen: Erfassen von bestimmten expliziten Informationen, zB Wie überwintern Eidechsen?
  5. interpretierendes Lesen: Erfassen von impliziten Informationen, zB Wie unterscheidet sich Sambia von Österreich?

Lesestrategien

LUX bietet in jeder Ausgabe Aufgaben, die Lesestrategien zum Thema machen. Die Lesestrategien ermöglichen den Kindern das aufgaben- und zielbezogene Lesen. Diese Werkzeuge helfen, gut mit verschiedenen Textformen bzw. Textproblemen umzugehen, um Texte inhaltsmäßig erschließen und beurteilen zu können. Die Strategien müssen erlernt und eingeübt werden. Sechs hilfreiche Strategien sind hier aufgelistet: 
 

Vor dem Lesen

  1. Text sichten: Was erkennst du auf den ersten Blick? zB Überschrift ansehen, Bilder betrachten
  2. Text einschätzen: Was weißt du nach dem Überfliegen des Textes? zB Textart bestimmen


Während des Lesens

  1. Verstehensschwierigkeiten meistern: Was machst du, um alles zu verstehen? zB unbekannte und schwierige Wörter nachschlagen 
  2. Text erarbeiten: Was ist besonders wichtig? zB Schlüsselwörter markieren


Nach dem Lesen

  1. Text zusammenfassen: Wie kannst du den Inhalt zusammenfassen? zB Steckbrief erstellen
  2. Text beurteilen: Wie war der Text? zB eine Leseempfehlung abgeben

Leseförderung

LUX widmet sich mit altersadäquaten und spannenden Beiträgen, einer Themenstrecke je Ausgabe und zahlreichen Buchtipps der Leseförderung.

Literarische Bildung

Gedichte, eine eigens für LUX verfasste Kurzgeschichte und Buchauszüge stellen einen Kontaktmit Sprache her, die anderen Regeln folgt als die Alltagssprache.

Differenzieren

Texte in verschiedenen Niveaustufen 

Die Kinder im dritten und vierten Schuljahr befinden sich im Lesen und Schreiben auf verschiedenen Entwicklungsstufen. Dies ändert sich auch im Verlauf des Übergangs in die weiterführende Schule nicht. Aus diesem Grund sind differenzierte Angebote für die unterschiedlichen Entwicklungsstände vorhanden. 
 

Texte in der ersten Leseniveaustufe richten sich an Kinder, die noch große Probleme im Bereich des Lesens mehrsilbiger Wörter oder längerer Texte haben. Wenn diese Schüler/innen Texte in ihrer Entwicklungsstufe finden, ermöglicht dies einen Zugang zum Geschriebenen und steigert die Motivation mehr lesen zu wollen. Durch eine hohe Motivation wird die Leseleistung gesteigert und die Kinder können in ihrer Leseentwicklung und im Textverstehen Fortschritte machen. 
 

Texte der zweiten Niveaustufe sind für Kinder bestimmt, die bereits sicher und flüssig lesen können und über einen guten Wortschatz verfügen. Zudem haben die Kinder bereits erste Erfahrungen in der Sinnentnahme aus Texten erworben. 
 

Texte der dritten Niveaustufe sind für Kinder bestimmt, die sehr gut und flüssig lesen können und bereits über sicherere Erfahrungen in der Sinnentnahme verfügen. Die Kinder nutzen dabei bereits erste Lesestrategien. Diese Texte können den Kindern auch von der Lehrkraft vorgelesen werden.  

Hörverstehen

In Verbindung zu den Beiträgen und Aufgaben in LUX gibt es online dazu Angebote und verschiedene Aufgaben zum Hören.  

Hörkompetenz wird erworben, indem durch unterschiedliche Aufgabenstellungen die Aufmerksamkeit auf verschiedene Aspekte des Verstehens gelenkt wird: zB Hören auf ein Detail oder Verstehen, worum es im Wesentlichen geht. So lernen Kinder allmählich eigene Hörstrategien zu entwickeln und ihr Hören auf das zu konzentrieren, was für die Situation relevant ist. Mithilfe der Hörziele kann auch die Schwierigkeit der Aufgabe variiert werden. Durch eine „einfache“ Aufgabe kann ein anspruchsvoller Hörtext auch für ungeübte Hörer/innen zugänglich werden. Umgekehrt kann ein „einfacher“ Hörtext ohne konkreten Hörauftrag schwierig zu erfassen sein. 


Die Hörziele im Überblick: 

1. detailliert: Erkennen und Verstehen relevanter Details, zB Was macht der Fuchs im Winter? 
2. global: Erfassen der Kernaussage, zB Worum geht es in der Geschichte? 
3. selektiv: Heraushören von bestimmten expliziten Informationen, zB Wann beginnt die Kinovorstellung? 
4. inferierend: Erfassen von impliziten Informationen, zB Was will die Sprecherin erreichen?

 
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